Für Eltern

Sorgen sich Sie sich um das Wohl Ihrer Kinder oder wünschen sich eine Beratung? Unsere Institution bietet Hilfe an. Hier erhalten Sie allgemeine Informationen über die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste St. Gallen, das Vorgehen, den Ablauf und die Kosten.

Wichtige Vorinformation
Vorübergehende Probleme im Verhalten und Erleben von Jugendlichen und Kindern gehören zur normalen Entwicklung. Häufig bringt ein klärendes Gespräch mit einer Fach- oder Lehrperson rasche Linderung. Wenn Probleme oder psychische Auffälligkeiten (Symptome) andauern, wenn sie die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder das Familienleben beeinträchtigen, lohnt es sich, spezialisierte Hilfe zu holen

Wer wir sind
Die KJPD sind Fachleute für die psychische Entwicklung und Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Beteiligten Hintergründe und Zusammenhänge seelischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen und verstehen und wirksame Hilfestellungen anzubieten.

Unsere insgesamt 90 Mitarbeitenden – darunter Psychologen, Ärzte sowie Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit und Heilpädagogik – betreuen Kinder, Jugendliche und deren Eltern im Zentralen Ambulatorium und in der Zweigstelle für Jugendliche (jeweils in St. Gallen) oder in den entsprechenden Regionalstellen in Heerbrugg, Sargans, Uznach, Wattwil und Wil. Wer für Ihre Gemeinde zuständig ist, erfahren Sie hier. Zu den Standorten

Anmeldung
Eltern können sich direkt an unser Sekretariat oder an den Hausarzt wenden, der wiederum mit uns in Kontakt treten wird. Neben den Eltern oder deren gesetzlicher Vertretung können sich Jugendliche auch selbst anmelden. Im Einverständnis mit den Eltern kann der schulpsychologische Dienst anmelden.

Was Sie bei uns erwartet
Nach der telefonischen Anmeldung erhalten Sie im Allgemeinen innert drei Wochen einen ersten Termin. In der Regel führen wir zuerst eines bis drei Gespräche mit Ihnen und Ihrem Kind, mit Ihnen alleine und / oder mit der ganzen Familie, um sich gegenseitig kennen zu lernen, zu verstehen, welche Anliegen Sie haben und welches Vorgehen sinnvoll ist.

Vertrauen ist die Grundlage jeder veränderungsorientierten Zusammenarbeit und Beratung. Wir unterstehen dem ärztlichen Berufsgeheimnis, arbeiten aber in Ihrem Einverständnis respektive im Einverständnis mit dem Jugendlichen gerne nahe mit andern Fachleuten der Schule oder Behörden zusammen.

In den ersten klärenden Gesprächen erarbeiten die Fachperson, Eltern und Kind ein gemeinsames Verständnis der zur Anmeldung führenden Problematik und ein sinnvolles Vorgehen. Je nach Problemstellung ist das eine vertiefte Abklärung, eine weiterführende Beratung oder Therapie oder die Empfehlung an eine andere Fachstelle. In manchen Situationen erübrigt sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit nach wenigen Gesprächen.

Rolle der Eltern
Die Eltern sind im Allgemeinen unsere Auftraggeber. Es ist uns wichtig, Ihre Sorgen zu verstehen und ernst zu nehmen. Sie haben aber auch die grössten Einflussmöglichkeiten auf die Problematik des Kindes und sind seine wichtigsten Bezugspersonen. Die Schwierigkeiten eines Kindes können nur im Gesamtzusammenhang seiner Beziehungen und Lebensumstände verstanden und verändert werden. Darum ist eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern für uns in der Regel unabdingbar. Die Verbesserung und Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung ist oft ein wichtiges Ziel dieser Zusammenarbeit.

Kosten
In der Regel übernehmen die Krankenkassen oder die IV die Kosten.